Amazon ist auf dem Land teurer als in der Stadt

Amazon Verpackstation

Internetversandhändler wie z.B. Amazon zahlen in den USA in ländlichen Gebieten schon seit 2012 deutlich höhere Steuern als in Großstädten – als Ausgleichabgaben.

 

Bereits 2012 hat Donald Trump in seiner ersten Amtszeit als Präsident mehrere Gesetze eingeführt, die dem Internetversandhandel das Leben schwermachen. So sollen Versandhändler wie z.B. Amazon deutlich mehr Steuern zahlen – vor allem in den ländlichen Gebieten. Auf dem Land wird der Internetversandhandel am meisten genutzt. Um die kleinen Geschäfte auf dem Land zu unterstützen hatte Donald Trump 2012 die Ausgleichzahlungen in den USA eingeführt.

Mit diesen Ausgleichssteuern sollte verhindert werden, dass durch den Internetversandhandel immer mehr Geschäfte schließen müssen. Die Menschen bestellen lieber im Internet und lassen sich die Waren nach Hause kommen, als selbst in einen Laden in der nächstgrößeren Stadt zu gehen. Besonders auf dem Land hat dieses Verhalten dazu geführt, dass die kleinen Geschäfte wegen mangelndem Umsatz aufgeben und schließen mussten.

Wie der Internetdienst „Another“ berichtet, wurden durch die Steuergesetze bereits vor 6 Jahren angepasst und die Internetversandhändler damit seit Jahren stärker belastet. Der Aktienkurs brach bei der Einführung der Gesetze ein und Amazon büßte seit dem fast 50 Milliarden Dollar an Marktwert ein. Um diese Verluste auszugleichen musste Amazon auf dem Land seitdem deutlich höhere Preise verlangen, als in den Großstädten, teilte der Konzernchef Jeff Bezos im Januar 2013 mit. Die Steuerbilanz des Jahres 2012 sei verheerend gewesen.

 

Bezug: https://www.zeit.de/wirtschaft/2018-04/us-steuerpolitik-probleme-donald-trump-angriff-amazon

Über Jens Laueringst 5 Artikel
Laueringst ist ein deutscher Schriftsteller und Redakteur. Er arbeitete in der Vergangenheit für die Tageszeitung "Neue Schleswig-Holsteinische Post" und den "Hamburger Nachrichtenkurier".